Archiv für April 2006

Tip

FC Bayern München – Eintracht Frankfurt 4:1

Europäisiert

Da ich mich im Moment damit beschäftige, inwieweit eine Europäische Verfassung auf der symbolischen Ebene identitätsstiftende Wirkung entfalten kann, und hier die Herausbildung einer gemeinsamen EU-Öffentlichkeit eine Schlüsselfrage darstellt, begrüße ich meine neueste Entdeckung: euro|topics. euro|topics ist ein Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung und hat sich eben dieser Sensibilisierung der Öffentlichkeit für europäisches Denken verschrieben.
Hier die Selbstbeschreibung:

„Euro|topics will zur Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit beitragen. In einer täglichen Presseschau und ausgewählten Artikeln sollen die wichtigsten politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Debatten nachgezeichnet werden. Ziel ist es, Debatten, die bisher fast ausschließlich auf nationaler Ebene geführt werden, europaweit zugänglich zu machen. Auf diese Weise sollen transeuropäische Diskussionen sowie die Herausbildung neuer Netzwerke des medialen, kulturellen und politischen Austauschs gefördert werden.
[…]
Für die werktägliche Presseschau sichten Redakteure und Korrespondenten die wichtigsten Zeitungen aus 26 europäischen Staaten (EU plus Schweiz) und wählen relevante Meinungsartikel, Reflexionen, Essays und Kommentare aus. In ihren Beiträgen erklären sie in kurzen Einleitungen den Sachstand der Diskussion und übersetzen einschlägige Zitate. Wenn möglich, werden Links auf die Originalartikel gesetzt, hinzu kommen weiterführende Links. Die Themengebiete der europäischen Presseschau umfassen Politik, Medien, Gesellschaft, Kultur und Zeitgeschichte.“

Pokern. Um Geld.

Wer während des, aufgrund mangelnder Qualität des Fernsehprogramms leider allzu oft vorkommenden, Prime-Time Zappings beim Deutschen Sport Fernsehen hängen bleibt, kann sich genüsslich zurücklehnen und Next Level Sport genießen. Während die Gladiatoren der 90er Männer waren wie Bret Hitman Hart, Hulk Hogan oder Yokozuna, trifft man sie jetzt auf DSF – sich gegenüber sitzend. Ihre Namen sind Tony G, Dave „Devil Fish“ Ulliot oder einfach Shotgun.

Shotgun
Was ich nun sehr interessant finde ist die Authentizität des TV-Pokers. Der Spitzname „Shotgun“ stammt demnach auch von einer, ich zitiere den Kommentator: „…sie ahnen es…“. Ort des Spektakels ist ein Kellergewölbe, in welchem Schampus, Goldketten und natürlich die unentbehrlichen Sonnenbrillen quasi als symbolisch aufgeladene Attribute wirken. Es wird nicht mit Pokerchips gespielt, was zwar schneller ginge und somit praktischer wäre, aber das wäre entweder zu bourgoise oder aber man versucht die Authentizität soweit zu treiben, dass man das durch die Pokerchips Bezeichnete (Geld) bezeichnenderweise zum Absoluten überhöht. Es geht also um bündelweise Bargeld. Es schwingt eine kaum fassbare Ehrlichkeit mit, wenn während der Prime Time Menschen um ein so wichtiges, existenzielles Kommunikationsmedium spielen, das sie vermutlich auch noch ihr Eigen nennen. Einer gewinnt, während die Anderen ohne einen Cent den Tisch verlassen müssen. Es ist zwar nur ein Spiel das von mir auch gerne gespielt wird. Es passt jedoch so wunderbar dass Jobdoo.de die Werbepausen füllt. jobdoo.de versteigert Handwerksaufträge nach einem umgekehrten Prinzip. Handwerker können sich gegenseitig unterbieten. Der Gewinner ist der billigste Anbieter. Der Unterschied? Um die Pokerspieler muss man sich keine Sorgen machen, die kommen erst in diese Sendung wenn sie vorher bereits gut mit ihrem Hobby verdient haben, während es sich bei den Handwerkern umgekehrt verhalten sollte.

Gegen die Zivilgesellschaft

Das was so dringend fehlt in islamischen Ländern – eine funktionierende, politisch partizipierende Zivilgesellschaft – wird durch die aktuellen Anschläge in Bagdad noch unwahrscheinlicher als sie aufgrund der ohnehin problematischen Situation schon ist. Während man in persönlicher Lebensgefahr möglicherweise noch viel eher bereit ist, sich zu engagieren, tritt nun eine offensichtlich neue Taktik des Terrors ein. Man lässt die eigentlichen Feinde am Leben, nimmt Ihnen aber jeglichen Lebensmut und den letzten Rest an politischer Hoffnung indem man ihre Familienmitglieder gezielt tötet. Auf eine Trotzreaktion kann man insofern nicht hoffen, als dass sich jeder Verantwortliche überlegen wird, wen er mit einer solchen in Gefahr brächte.

Heute im Seminar

„Wenn man Luhmann reden hörte, konnte man glauben es gäbe zwei Luhmänner. Den Autor Luhmann und den Redner Luhmann. Er war so gewitzt. Ich kann mich an eine Podiumsdiskussion über Liebe erinnern. Nach Luhmann ist Liebe lediglich ein historisch bedingtes symbolisches Kommunikationsmedium, und dieser Gedanke, vorgetragen mit einer solchen theoretischen Tiefe, ließ die anderen Professoren einfach nur staunen. Es war etwas völlig neues. Der Psychologieprofessor beispielsweise konnte auf Luhmanns Ausführungen nur relativ schluchzend mit den Worten „Aber Liebe, das…das ist doch ein..ein….Gefühl“ antworten“.

Klischeeeeeeees

Frühjahrsmüdigkeit ist wohl eines davon, wenn dieses Klischee einen allerdings trifft, während man akademisch eigentlich grad auf der Höhe sein sollte und gleichzeitig von enormen körperlichen Belastungen, hervorgerufen durch eine unmenschliche Hilfsbereitschaft bei Umzügen, geplagt ist, dann ist man zu müde um darüber zu lachen und darüber auch noch zu bloggen.
Nachdem meine blogroll-links sich in letzter Zeit anscheinend als hard-blogging scientists verdient machen wollen, und ich die Ehre habe, bei Spange ganz oben in der Linkliste stehe, fühle ich diese Verpflichtung – diesen gottverdammten Auftrag auch zu bloggen. Es sind, ganz klar, Durchhalteparolen die ich da von mir gebe. Aber war nicht das Bild von Shawn Kemp bereits ebenfalls eine solche?
Es tut sich schon wieder eine Spirale der Introspektion vor mir auf. Dazu bin ich einfach nicht geboren. Zu frustrierend – oder einfach zu beschäftigt…Wer´s glaubt.

Hall of fame

Shawn „The Reignman“ Kemp. Da reignets In ya face´s….

In the beginning there was….

just a short briefing what to do. So I accesed the website www.blogsport.de, created a new profile but the implementation of the header just didnt work. So be it, its shit anyway. My old weblog is still online here > although noone should actually be interested in it. My approach is, to mix english articles and german articles, depending in which mood i am and what is actually a relevant topic for my international readers.
Don´t blame me cause I know Im gonna try publishing in english for approximately 3 days. Just to prove that I could if I want. Maybe this should be the topic of my blog: I could if I want. What is that in english? Lebensmotto?