Archiv für Mai 2006

Viel los in London

Nachdem sich Jules ja wie ein Schneekönig über den Transfer von Rosicky zu Arsenal London freut, darf er sich nun darüber ärgern, dass Chelsea wohl auf die kommenden Jahre trotzdem nicht einzuholen sein wird. Nachdem sie sich Michael Ballack geschnappt haben, bestätigten sie heute noch den Transfer von Salomon Kalou der mit seinen 20 Jahren in der holländischen Ehrendivision bereits über 30 Tore erzielt hat. Selbstverständlich wird man ihn auch bei der WM für die Elfenbeinküste neben Drogba spielen sehen1, der von Chelsea wahrscheinlich abgegeben wird. Etwas mehr internationale Reputation als Kalou hat hingegen bereits der nächste Neuzugang Chelseas vorzuweisen: Andrej Shevchenko. Eine Torquote von 0,67 innerhalb der letzten drei Jahre sollte jeden Skeptiker überzeugen. Mit Kalou, Crespo und Shevchenko, dazu die Außenstürmer Cole, Robben und Duff, den zentralen Mittelfeldspielern Ballack, Lampard und Makelele sollten sie in der nächsten Saison wohl als das stabilste Team der Welt auftreten. Ob wünschenswert oder nicht. London bleibt blau. Aber wie sagte Bixente Lizarazu so schön: „Dahinter steckt keine Philosophie, sie können das nur machen, weil sie das Geld von Abramowitsch haben. Er ist ein Milliardär, aber wenn er einmal nicht mehr da sein wird, dann ist Chelsea wieder ein gewöhnlicher Klub“
Und ganz wichtig:
„Ich bevorzuge die Philosophie des FC Bayern, den kontinuierlichen Aufstieg, das ist sicher[…].Bayern ist ein richtiger Fußballklub, mit einer echten Historie, mit einer echten Kultur und Philosophie. „

  1. So selbstverständlich ist dies nicht, da Van Basten ihn für Holland zur WM mitnehmen wollte, und Johan Cruyff dies ebenfalls für gut erachtete, jedoch wurde ihm die Staatsbürgerschaft nicht so schnell verliehen, weshalb er sich für die Elfenbeinküste entschied. [zurück]

Fußballgottblog

Ich kündige hiermit an, dass einer der von mir am meisten geschätzten Fußballkenner pünktlich zur Wm einen blog starten wird. Wird natürlich hier verlinkt.

Desintegration durch Sport

Es war der 30.06.2002, Deutschland spielte gegen Brasilien und Fußball ist das einzige Phänomen in dem ich für den Sieg eines deutschen Kollektivs bin. Ich wollte, dass die deutsche Nationalmannschaft gewinnt. Schon damals hieß der Trend Public Viewing und deswegen kam ich in den zweifelhaften Genuss das Spiel mit vielen anderen zu verfolgen. Sie wollten dass „Wir“ gewinnen. Leider führte deren öffentliches Gemeinschaftsgebären, und die damit verbundene Beschimpfung der anwesenden brasilianischen Fans dazu, dass ich am Ende mehr für Brasilien als für die deutsche Nationalmannschaft war. Schade. Jedenfalls bin ich besorgt über die Tatsache dass ich diese Tendenz langsam erneut spüre obwohl ich eigentlich schon gern für die Deutschen wäre. Wäre doch froh wenn mir dieses eine Integrationsmoment neben der gemeinsamen Sprache nicht auch noch genommen werden würde….

Kritik des Kollektivismus

Jaron Lanier ist Filmemacher, jedenfalls wenn es nach Wikipedia ginge1. Da er jedoch ausschließlich der Regisseur eines Films ist, der nach seiner eigenen Einschätzung so schlecht ist, dass es keine passendere Folter gäbe „than making these determined Wikipedia goblins actually watch my one small old movie“, hält er die Charakterisierung als Filmemacher natürlich nur als bedingt geglückt. Dieser Ärger über den falschen lexikalischen Eintrag äußert sich nun darin, dass er im Ausmaß der sozialen Wirkung Wikipedias, einen großen Bestandteil eines neuen Online-Kollektivismus erkennt, hinter welchem sich die Überzeugung verbirgt, dass das Kollektiv allwissend sei.
Einen ähnlichen Trend hin zum Kollektivismus erkennt er in den unterschiedlichsten Meta-Suchmaschinen die allesamt garantieren, durch Aggregation und Organisation die unterschiedlichen Identitäten und Informationen aller Seiten zu bündeln und zu strukturieren. Die Aggregation aggregierender Meta-Services hebt das Ganze auf eine neue Ebene und die somit erfolgende Verselbständigung der Metaisierung führt zu einem ständigen Wettlauf um Platz 1 der „most-meta“-Services.
Die sich dahinter verbergende Hoffnung scheint zu sein, einen dominanten meta-service zu kreiieren, der alle aggrerierten Informationen durch einen finalen Flaschenhals selektiert. Das Ergebnis?
„We now are reading what a collectivity algorithm derives from what other collectivity algorithms derived from what collectives chose from what a population of mostly amateur writers wrote anonymously.“2
Internet sollte, vertraut man der menschlichen Intelligenz, seiner Meinung nach nie als eigene Entität verstanden werden, andernfalls ist es ein Leichtes sich der indivuellen Verantwortung zu entziehen indem man sich auf anonyme meta-services beruft.
Die organisierte Verantwortungslosigkeit wird unterstützt von der Macht der Verfügung über Informationen. Es ist bequemer, einfacher und ungefährlicher und gleichzeitig profitabler, Inhalte nicht selbst zu erstellen und Informationen nur automatisch zu strukturieren als sie selbst zu verfassen.
Die Beurteilung von Inhalten sollte weder von Algorithmen oder von einer komplett offenen Plattform übernommen werden, denn „the collective is good at solving problems which demand results that can be evaluated by uncontroversial performance parameters, but bad when taste and judgment matter.“ Ein Kollektiv ist seiner Meinung nach nur dann intelligenter als eine Einzelperson, wenn garantiert ist, dass die Frage einfach ist (beispielsweise das schätzen einer Anzahl) oder die Problemlösung formalisiert ist und einer kanalisierenden Kotrolle durch Menschen unterliegt. Kollektive Intelligenz wird durch die Aufklärungsarbeit Einzelner verbessert, Lanier plädiert also für eine Persönlichkeitsbasierte Qualitätskontrolle um eine Verselbständigung des Technikutopismus und des Kollektivvertrauens zu vermeiden. Blinde Technikhörigkeit bietet nach seinen Ausführungen genügend Potential um die Unfähigkeit zur Kritik zu fördern und somit neuen Totalitarismen Platz zu schaffen.

Link: Lanier, Jaron: DIGITAL MAOISM:
The Hazards of the New Online Collectivism

  1. Anscheinend ist der Artikel gerade wieder geändert worden. Mal sehen wie lange die Änderung dauert [zurück]
  2. Dies führte dann dazu, dass die momentane most-meta site „popurls“, am Tag des Erdbebens in Java die Meldung dass der Rekord im Eiscreme essen gebrochen sei und somit eine neue Dimension der Eiscreme bedingten Kopfschmerzen betreten worden sei, als wichtiger einstufte als das Beben. [zurück]

Statistiken

Kennt eigtl. jemand Statistiken über die Verteilung leichter psychischer Probleme bei Geieswissenschaftsstudenten und Naturwissenschaftsstudenten? Meine Vermutung ist ja dass die Zahl bei erstgenannten signifikant höher liegt.

Anmaßung

Als ich 16 Jahre alt war, erzielte ich bei einem 13:1 Sieg meiner Fußballmannschaft 10 Tore. Ich dachte das wäre ziemlich gut. Bis ich soeben las, dass Ronaldinho in einem Spiel 23 Tore schoss.
Naja, das war in der Schule. Nicht in der B-Jugend Kreisliga….

Noch halb verschlafen

ruft man seine E-Mail ab, schon flattert einem eine Konzerteinladung rein. egotronic mit dem Medienliebling torsun wird morgen im Stereo Club in Nürnberg auftreten. Abgesehen davon dass ich sowieso in Darmstadt sein werde, ist morgen das Champions League Endspiel. Wie pauschaul Anti-[…] kann man sein um darauf keine Rücksicht zu nehmen?

Achja, meine Mutter hat auch noch Geburtstag :)

Brothers in Arms

beschreibt meine Situation ganz gut…

Passauer Nazis

Scheinen auf jeden Fall zu den hässlichsten Nazis dieser Erde zu gehören. Man stelle sich die Lippen von Steve Tyler und die Augen von Lucy Liu an einem 1,50 großen Menschen einem langen blonden Haarkranz hat.

Wenn man dann ein Auge auf den stattfindenden XBOX Cup wirft, ist es ja logisch dass die Jungs meist Brasilien nehmen, außer manche. Die glauben „die EHRE Deutschlands wieder herstellen“ zu müssen.
Kriterium Ehre? Endstation Vorrunde.

(K)ein Sonett über einen alles andere als durchschnittlichen Beischlaf

von Taktloss

In der Disco/In der Disco – ist es wie beim Fleischer
Guten Tag, 10 Kilo Titten, bitttee/
Bis zuhause bleibt das Fleisch ungeschnitten/
Und eingepackt – Ich bin Looos-Takt/
Und deshalb handelt dieser Text von Frauen/

Dieser Text behandelt Frauen wie Vieh/
Wie ET finger ich das %&$zenfleisch/
Ich klopf es weich bis der Kitzler dreimal klingelt/
Ring Ding Ding Ding Ding/
Dann wird gepinkelt – in ihre %&$ze

Ich bin der Zuhälter – denn ich halte ihr den Mund zu/
Baby – es ist wie die Entstehung des Universums/
Wenn ich komme macht es Bums/
Ich bumse wie ein Terrorist/
Ich zeige dir was Terror ist/
Keiner ist vor mir sicher – Du peinlicher Stricher/

Du bekommst beim Fleischer nur Schweinshaxe/
Ich bekomme aus aller Welt Faxe/
In denen mir Feministinen den den Tod wünschen/
Aber keine Sorge – euch ficke ich auch noch…

Auszug aus Taktloss&Justus – „Teufelstanz“

Möglicherweise schaffe ich es die Tage eine differenziertere Plattenkritik zu schreiben, die den Bo$$ der Schweiz in besserem licht erscheinen lässt….