Champions League Days

Nachdem Real von Schuster und seinem Verein Getafe eine Lehrstunde erhalten hat, kracht es bei den Galaktischen noch mehr als eh schon. Ein Top Team, ein Top Trainer, aber leider eine Verlierermannschaft. Jedenfalls geht es nun gegen Steaua Bukarest, ihres Zeichens amtierender rumänischer Meister und mit einem Marktwert von 10,8 Millionen Euro weniger wert, als jeder einzelne Stammspieler der Madrilenen für sich allein genommen. Ist man jetzt für die Kleinen oder für die Großen?
Der klassische Reflex nationaler Fußballfans ist ja erstmal für die Kleinen zu sein, damit Deutschland in der 5 Jahres-Wertung wieder Anschluss an die großen Nationen findet. Aber jetzt, wo Rumänien beträchtlich nah an Deutschland heranrückt, sollte man sich schon überlegen ob man für Real Madrid oder Bukarest brüllt, um den deutschen Mannschaften den dritten CL Platz zu sichern. Manche Fans wären sicherlich froh wenn der Dritte (mglw. sogar der Vierte) die Chance zur Qualifikation hätte. Ist man für Bayern, dann kann das einem ziemlich egal sein. Der zweite Platz als Minimalziel für die Bayern ist fest in den Statuten des DFB verankert. Allerdings ist HSV-Porto zweifellos interessanter als Rapid Bukarest-Porto.
Das war ne elegante Überleitung zum HSV, dem der DFB leider die Garantie des zweiten Platzes entzog, indem man den HSV am letzten Spieltag der letzten Saison gegen Bremen spielen ließ. Über die Krise des HSV wird im Moment wohl zuviel geschrieben. Drum kurz: Gewinnt Doll auch die nächsten 5 Spiele nicht, tritt er zurück. Schuld ist das aus der chinesischen Kultur eingeführte Prinzip des „Gesicht-Wahrens“. Das Spiel gegen Porto wird das erste Spiel sein – bleiben vier Chancen.
Arsenal spielt sich in einen Rausch. Henry wieder in Topform, die Abwehr wieder sattelfest aber Lehmann hat Angst. Früher hatte Chapuisat Angst vor einem Torwart namens Kahn. Komisch.


3 Antworten auf „Champions League Days“


  1. 1 jules 17. Oktober 2006 um 16:44 Uhr

    Arsenal spielt wie im Rausch, hell yeah! Dass Lehmann Angst hat ist natürlich Schwachsinn. Das Wort Angst gibt es auf Englisch gar nicht. Oder hört sich das hier nach Angst an:

    „I have never injured a player in my life and I really want to retain this record because I respect my opponents. But now if they want to have a go at me then I will have to change my game because there is no protection from the referees. (arsenal.com)

    Sounds like „Jens will kill you“.

    Einen qualifizierten Spielbericht gibt es übrigens bei mir.

  2. 2 Administrator 17. Oktober 2006 um 16:53 Uhr

    Es ist m.E. Unsinn, Hunt auch nur annähernd Absicht zu unterstellen, deswegen verstehe ich nicht warum er sein Spiel umstellen will. Er ist kein Kind von Traurigkeit und dass es gefährlich ist, Torwart zu sein, weiß man nicht erst seit der Cech-Hunt Geschichte. Welcher Stürmer jetzt auch immer gegen Lehmann spielt, er wird keinen Respekt haben, sondern immer denken: „Der hat mehr Angst vor mir als ich vor ihm.“ Und das ist schlecht. Wäre ich Trainer von ZSKA, würde ich genau das zu meinen Spielern sagen.

  3. 3 jules 17. Oktober 2006 um 17:19 Uhr

    Hmm, wieso ist es „Unsinn, Hunt auch nur annähernd Absicht zu unterstellen?“ Was ist daran so total abwegig?
    Zumindest Fahrlässigkeit (von mir aus auch aus technischer Unzulänglichkeit entstanden) finde ich gar nicht unwahrscheinlich.

    Und Respekt wird sich der Jens schon verschaffen, da bin ich ganz ruhig (bei).

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