Pressefreiheit unter dem Banner des kulturellen Relativismus

Der Bericht über die Pressefreiheit ist mittlerweile wohl jedem hinlänglich bekannt.
Dass die EU versucht, sich über gemeinsame Werte zu definieren, ist ebenso bekannt. Freie Berichterstattung ist ohne Zweifel einer der wesentlichen Werte freiheitlich organisierter politischer Ordnungen.
Polen befindet sich auf Platz 58 der Pressefreiheitsskala und belegt damit den schlechtesten Platz der EU-Mitgliedsländer. Man würde sich flammende Aufrufe polnischer Journalisten für die Pressefreiheit wünschen, aber Krystyna Mokrosinska, ihres Zeichens Vorsitzende des Polnischen Journalistenverbandes SDP, hat eine eigene Meinung:

„Das ist eine subjektive Bewertung von Menschen, die eine andere, liberalere Einstellung zur Freiheit des Wortes. Diese sehr liberale Einstellung berücksichtigt nicht, dass Freiheit durch die Freiheit anderer Menschen begrenzt ist… Ich glaube, dass man sich in die inneren Angelegenheiten eines Landes nicht einmischen darf, und eben das machen die ‚Reporter ohne Grenzen‘. Ich achte diese Organisation sehr, und in vielen Fällen bin ich mit ihr einer Meinung. Ich denke aber, dass jedes Land das Recht auf seine spezifische Art, auf seine Kultur hat.“

(via: eurotopics)

Dem Fatalismus ist mit so einer Begründung jedenfalls Tür und Tor geöffnet….

Für Informationsfreiheit.