Archiv für November 2006

Soziologische Experimente heute

Die Wahrnehmungswahrnehmungwahrnehmung – mal anders.

via: ragnar

Special Offer

Kaufen sie 10 Raad-3 Raketen, dann gibt es kostenlos eine Niere dazu.

Tonnenweise Öl, nukleare Ambitionen und einen blühenden Markt für Organhandel:

„One man wishes to sell because his child has been burned in a fire and he needs the cash for an urgent operation.“

Der FC Bayern macht sich unbeliebt

Was man im Traum nicht von Bayern gedacht hätte, nimmt gerade tragische Gestalt an: Der FC Bayern macht sich unbeliebt.
Und das alles wegen Handyvideos. Ist man denn sowenig von der überragenden Arena-Regiearbeit überzeugt dass man sich mit Handynutzern messen muss? Anscheinend soll nicht mit Qualität überzeugt werden, sondern mit Verknappung des Angebots.
Beschissene Strategie, aber in der Bundesliga wohl leider die einzige Möglichkeit die Zuschauer bei der Stange zu halten. Es hat schon seinen Grund warum wir hier in der Wohnung lieber ein Premier League Abo statt eines Bundesliga Abos haben..
We don´t pay for Bundesliga.

Twilight Zone

Der konservative Politiker Vernon Robinson aus North Carolina scheint das Paradebeispiel für den aktuellen Spon-Artikel über die seltsamen Methoden des US-Wahlkampfs zu sein.
Besucht man seine Homepage, sind die ersten ins Auge springenden Headlines Attacken gegen seinen Konkurrenten: „Brad Miller´s behaviour is nothing new“ und „Brad Miller is running scared“. Brad Miller ist sein Konkurrent bei den Kongresswahlen und Zielscheibe zahlreicher Attacken seines Gegners.
Was hat Miller nach Robinsons Ansicht falsch gemacht? Da wären (es folgt eine kleine Auswahl der absolut ungeheuerlichen Taten Brad Millers):

„– voted AGAINST Rep. Toomey’s amendment to the HHS appropriation that would take the specific taxpayer money being wasted on four outrageous NIH grants and instead spend it on researching cures for life-threatening diseases like cancer; Brad cast the deciding vote that caused your tax dollars to be spent on:
(1) the study of transgendered Native Americans
(2) the study of Vietnamese prostitutes in San Francisco
(3) the study of the masturbation habits of elderly men
(4) the study that paid teenage girls to watch pornographic videos while measuring their „arousal“ via „probes“ inserted into their genitalia

- twice SPONSORED the bill would grant citizenship to the foreign homosexual lovers of American citizens as though they are spouses

- voted FOR homosexual marriage by voting AGAINST the Defense of Marriage Act

- SPONSORED legislation to enable „homosexuals, lesbians, and bisexuals“ to file EEOC complaints and lawsuits against prospective employers they allege did not hire them because of „perceived sexual orientation.“

- voted FOR giving driver’s licenses, in-state tuition, Social Security benefits, and amnesty to illegal aliens

Wie erwähnt, das war nur eine kleine Auswahl der absolut verrückten Handlungen von Brad Miller. Deswegen ist Robinson auch richhhhtig sauer auf Miller und auf die „aliens“ sowieso.
Seine Haltung zu einigen brennenden gesellschaftspolitischen Fragen werden in einem Wahlclip ziemlich deutlich. Es ist leider keine Ironie.
Reaktionäre Optik, garniert mit Xenophobie, Homophobie, ein klein wenig Richterschelte und Patriotismus dazu, fertig ist der Wahlspot. Ziemlich widerlich. Hier das Video…

Arbeitsaufwand während des Studiums

Überrrascht?

„Das Ergebnis, das gestern veröffentlicht wurde, bestätigt, was viele schon geahnt haben mögen: Studenten medizinischer Fächer büffeln am meisten(Stunden an der Uni und privates Lernen zusammengerechnet): angehende Ärzte und Zahnärzte 35,2 Stunden in der Woche und künftige Tierärzte 33,2 Stunden. Den dritten Fleiß-Platz belegen überraschenderweise Architekturstudenten (31,8).“
[…]
Auf Platz 12 „die ersten Spuren von geisteswissenschaftlicher Tätigkeit. Hinter den Biologiestudenten zeigen die Sprachwissenschaftsstudenten, dass sie mit einem wöchentlichen Durchschnittsaufwand von 23,3 Stunden ihre Fächer meistern (ob das auch für Studenten der chinesischen oder arabischen Sprachen gilt?). Mit dem selben Arbeitsaufwand folgen auf Platz 14 die Paradedisziplinen der Geisteswissenschaftler: Geschichtliche und philosophische Studiengebiete. Danach die Sozialwissenschaften (22,8).“
[…]
„Das beliebte „kompensatorische“ Argument der Geisteswissenschaftler, sie würden ja vor allem mehr außerhalb der Vorlesungs-und Seminarstunden arbeiten, haufenweise Publikationen, „dickste Ziegel“ und intellektuell anspruchvollste Werke lesen und dazu unzählige Stunden des Reflektierens über wichtige Thesen und Theorien verbringen, um sich auf einem angemessenen Niveau halten zu können, wird von der Studie nicht gedeckt – zumindest was englische Verhältnisse anbelangt.“(Telepolis)

Welche gescheiten Theorien kommen schon aus England? Die Engländer haben uns den Fußball gebracht, den klassischen Liberalismus, ein über Jahrhunderte gewachsenes, funktionierendes parlamentarisches Regierungssystem und legten noch nie großen Wert auf Theorien.
Pragmatismus Baby, Pragmatismus.
Trotzdem glaube ich, dass sich das Verhältnis hier in DEutschland ganz ähnlich darstellen würde. Es wäre aberbeispielsweise ganz interessant zu wissen, wieviele Medizinstudenten sich ihr Studium selbst finanzieren müssen. Die These, dass Selbstfinanzierung bei Geisteswissenschaftlern verbreiteter ist, sollte keine allzu gewagte sein…