Vom Weihnachtsstress

Man steht also vier Wochen vor Weihnachten im Elektronikeinzelhandel um sich durchzuschlagen.
Man hat es nicht geschafft.
Man ist „Verkaufsförderer“.
Semestergebühren, neuer Monitor, vielleicht auch bald eine neue Festplatte, den 80 Gb IPod findet man auch ganz cool, hat aber nicht die nötige Kohle und kauft sich als Ersatzbefriedgung ein Bluetooth-Headset das man nicht braucht. Ersatzbefriedigung nach dem Motto „Don´t hate the player – hate the game“. Jaja, die neu gekauften Nikes sind auch geil und wenn man Media Markt Einkaufspreise bekommt, sind Elektronikschnäppchen eben nochmal verlockender. Situationsabhängig – es is ja Weihnachten, man beschenkt sich also selbst. Von Weihnachten bekommt man aber nichts mit.
Fast nichts.
Nur Verzweiflung.
Insbesondere, wenn Eltern am 22. Dezember vor einem stehen und mit rudimentären Sprachkenntnissen überraschen:
„Frage: Nintendo DS Lite???“
„Antwort (Doppelpunkt) Nein. Sie sind leider zu spät dran. Aber nehmen sie sich doch stattdessen eine xxxxxx mit.“ Ätsch.
Verzweifelnde Augen blicken mich an. Aus stolzen Eltern, in den Elektronikmarkt gegangen um mit einem Nintendo DS wieder heraus zu spazieren, werden fragende Gesichter die nur unter größter Anstrengung ein ratloses „Und jetzt?“ stammeln.
Schon blöd, wenn man nicht weiter weiß.