Where have all the cowboys gone?

Karneval, die „ekelerregendste konformistische Rebellion deutscher Niemalsrevolutionäre“ (Nichtidentisches 2007), ist vorbei. Endlich.
Scheichs mit Regenjacken. Frauen, ich befürchte sogar Mütter, verkleidet als Negation brasilianischer Samba-Tänzerinnen. Kinder, vermutlich zum Faschingsbesuch gezwungen, verkleidet als Frösche oder Clowns.
Und das in Franken, dem Hort der Bodenständigkeit, dem Regierungsbezirk, der dank seines „Kokons aus telekinetischer Energie“ (copyright: Jean Grae) sich der Realitätswahrnehmung entziehen konnte und deswegen immer noch glaubt die Erlangung der Ehrenbundeslandwürde sei das das verbriefte Recht einer jeden Scheißregion.
Mir fehlte der Geruch von billigem Knallpulver aus den Knarren der Kinder. Der Angstgeruch der Clowns. Das Indianergeheule von Kindern die das Kindernetz nicht besuchen und deswegen nicht wissen, dass es ein Gerücht ist, „dass die Indianer einen Schrei ausstoßen, sich dabei mit der Hand auf den Mund schlagen und angreifen.“
Wenn schon scheiße, dann soll mich die Scheiße wenigstens an meine Kindheit erinnern. Ja.