Tag-Archiv für 'rap'

Mister Universal

They call me Royce 59 or 12-men-in-one (Royce 59 – Let´s Grow)

Aries Spears brennt die Bude ab. Und zwar bis auf den Grundstock. Er imitiert LL Cool J, Snoop, DMX und Jay-Z nahezu perfekt in einem Song. Hier das Video.

Hoooooooooooot Shit!!!

Aids ist genug für alle da

Der 1. Dezember war für mich bisher immer einer der schönsten Tage des Jahres. Es wurde gefeiert, es wurde gelacht, es wurde getrunken und es wurden Geschenke ausgepackt. Am 1. Dezember 1981 erblickte jedoch nicht nur eine wunderbare Person das Licht der Erde, sondern es war auch der Entdeckungstag dieser unheilbaren Virusinfektion, die den Namen AIDS trägt. Ohne die Opferzahlen mit denen des globalen Hungers vergleichen zu wollen, lesen sich die Zahlen erschreckend. Jedes Jahr infizieren sich knapp über 4 Mio Menschen weltweit mit dem Virus, während 3 Mio Menschen an den Folgen der Erkrankung sterben müssen.

Während die AIDS -Erkrankung in westlichen Industrienationen hauptsächlich in der Homosexuellenszene auftrat, kann sie in Teilen Afrikas, mit einer Krankheitsquote von 20% durchaus als gesellschaftsweites Phänomen betrachtet werden.
Vom 13.8-18.8.06 findet in Toronto die World-Aids-Conference statt und anlässlich dieser Veranstaltung hielt Julian Bond für angebracht, in der Washington Post auf eine neue Entwicklung hinzuweisen (Black America must confront AIDS). Er stellt fest, dass eine Verschiebung der Krankheitsverbreitung stattfand. Weg von der weißen, schwulen Subkultur und hinein in die afroamerikanischen Bevölkerungsschichten.

„The face of AIDS in the United States is primarily black as well. The majority of new HIV infections here are black, the majority of people who die from AIDS here are black and the people most at risk of contracting this virus in the United States are black. AIDS is now in our house.“

Der Hauptgrund für diesen Anstieg liegt seiner Meinung nach im folgenden begründet:

Part of our response must be to eliminate the rabid homophobia that lives in our schools, our homes and especially our churches. Our inability to talk about sex, and more specifically homosexuality, is the single greatest barrier to the prevention of HIV transmission in our community. Intolerance has driven our gay friends and neighbors into the shadows.

Durch homophobe, pornografische und sexuelle Gewalt unterstützende Inhalte, trägt Hip Hop sicherlich zu dieser Grundstimmung bei. Ein fantastisches Beispiel für alle eben erwähnten textlichen Mankos der Hip Hop Kultur liefert sicherlich der weiße Rapper Necro, dessen Pornocore- bzw Horrorcore-Tracks wohl zu dem härtesten gehören dürfte, was man in gut sortierten Plattenläden bekommen kann. Hier eine kleine lyrische Kostprobe.

„I‘ll kill, you could be my latest victim,
I‘ll take a shit on your brain and make you sniff it,
piss on your bitch’s tits and make you lick it,
you fuckin‘ maggot,
you probably fucked one hundred faggots,
your a gay thug that loved jail and love gettin‘ your ass ripped,
come around here actin hardcore,
you never did dirt, you gonna get yurself hurt,
pull up your pink skirt,
your pink panties‘ll get your wig damaged,
go eat a dick sandwhich,
I can‘t stand this motherfucker,
make this bitch vanish from the planet,
I‘ll hit you like a ton of granite.

Die transportierten Stereotypen werden von einem weißen, völlig verrückten Typen vorgetragen, und sollen lediglich als extremes Beispiel für die grassierende Homophobie innerhalb der Hip Hop Kultur dienen. Eminem bewies ja auch zur Genüge, dass er, trotz eines Duetts mit Elton John, anderen Umgang pflegt.
Insofern hat Bond Recht, wenn er den Rappern eine große Verantwortung bei der Transformation des öffentlichen Sexualdiskurses zuspricht. Dann gäbe es möglicherweise ein paar witzige Punchlines weniger, aber Eazy-E würde noch leben und Graffitis wie dieses hier würden verschwinden.