Tag-Archiv für 'weltschmerz'

Faschismus – friss dich selbst!!!

Paolo Di Canio – der Mann dessen rechter Arm bei einem Torerfolg schneller nach vorne schnalzt als David Odonkor Sorin verwirrt, der Erzfeind von Christiano Lucarelli , und einer der von mir am meisten verachteten Fußballspieler – wurde verprügelt. Nach zahlreichen unrühmlichen Ausfällen faschistischer Natur, erlangte Di Canio im Laufe des letzten Jahres zweifelhafte Berühmtheit.
Die Frage, ob man nun den von ihm so sorgsam gepflegten römischen Gruß, oder seine, durch ein Duce-Tatoo auf dem Arm ausgedrückte, Mussolini-Verehrung abstoßender findet, darf sich jeder selbst beantworten. Ein kleiner Zwischenfall ereignete sich bei einem Spaziergang durch Rom, zusammen mit dem einschlägig bekannten Professor Paolo Signorelli, über den es heißt:

Amato (Staatsanwalt; Anmerkung des Verf.) also found evidence that a long-time fascist militant Paolo Signorelli, a high school teacher in Rome who had been suspected but never convicted of the murder of Amato’s predecessor, was deeply involved in reorganizing the movement. In imitation of the extreme left, the group has both a semi-legal wing called Third Position and a terrorist wing called, among other things, Armed Revolutionary Nuclei (NAR). The name „Third Position“ summarizes the movement’s ideology—“neither capitalism nor communism, neither the Reds nor reaction.“ Third Position seems to advocate what is called „Nazi-Maoism“ and tries to align its politics with characters as diverse as Hitler, Mao, Perón, and Qadhafi. Its slogans include „Long live the Fascist dictatorship of the proletariat“ and „Hitler and Mao united in the struggle.“ (Quelle: New York Review of books)

Nach dem Anschlag auf den Bahnhof in Bologna, fand er sich auf der Anklagebank wieder und ist somit wohl ohne Zweifel als eine der fragwürdigsten Gestalten aus der militanten italienischen Faschistenszene zu bezeichnen.
Di Canio geht also mit ihm spazieren. Wenig überraschend eigentlich, da seine Gesinnung ja zur Genüge bekannt ist. Dass diese beiden Lichtgestalten – der eine ein gewaltbereiter, kaltblütige Organisator mit intellektuellem Anstrich, der andere der öffentlichkeitswirksame Demagoge, der in der Lage ist, rasende Massen mit Toren statt mit Worten zu verzücken – nun allerdings von anderen Verblendeten aus dem eigenen Lager angegriffen werden, ist aufgrund der Irrationaliät ihrer Gedankengänge zwar nicht sehr überraschend, aber es ist doch überraschend. Di Canio wird von den anderen Verrückten nachgesagt er sei „kein Kamerad mehr, [denn] die wahren Faschisten“ seien sie selbst (Spon).
Da muss man sich natürlich wehren….

Kunstfragmente

Michel Houellebecq – Moderne Kunst

Friedliche Stimmung im Hof
Schwarzhandel mit Videos vom Krieg in Libanon
Und fünf westliche Männchen
Diskutierten über Humanwissenschaft.